Fachanwalt für Strafrecht, Datenveränderung
Rechtsanwalt Oliver Marson

Datenveränderung – die virtuelle Sachbeschädigung

Datenveränderung ist ein Vergehen, dass in § 303a StGB unter Strafe gestellt ist. Strafbar macht sich, wer nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeicherte oder übermittelte Daten löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert.

Ein Verändern von Daten liegt vor bei einem Herbeiführen von Funktionsbeeinträchtigungen der Daten, die eine Änderung ihres Informationsgehalts oder des Aussagewerts zur Folge haben. Hierunter fällt jede Form der inhaltlichen Umgestaltung von gespeicherten Daten, wobei es nicht darauf ankommt, ob diese eine objektive Verbesserung darstellt. Entscheidend ist vielmehr, dass ein vom bisherigen abweichender Zustand herbeigeführt wird (BGH – 1 StR 412/16).

Was in diesem Zusammenhang mit Daten gemeint ist, ergibt sich aus der Legaldefinition des § 202a StGB. Die Tat der Datenveränderung wird nur auf Antrag (Strafantrag) verfolgt, es sei denn die Staatsanwaltschaft bejaht das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung. Nach dem Wortlaut des Gesetztes würde selbst die Veränderung oder Löschung eigener Daten unter Strafe stehen. Hier wird jedoch der Tatbestand von der Rechtssprechung eng ausgelegt und nur von einer Strafbarkeit bei „fremden Daten“ ausgegangen.

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