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Rechtsanwalt Ulrich Dost-Roxin

Strafrecht – Der Irrtum als eine Voraussetzung bei Betrug

Die Irrtum ist bei Betrug gem. § 263 StGB bzw. Betrugsdelikten eines der vier objektiven Tatbestandsmerkmale, das – neben dem subjektiven Merkmal des Vorsatzes – für eine strafbare Betrugshandlung vorliegen muss. Hinzu kommen auf der objektiven Seite der Täuschung, die Vermögensverfügung und der Vermögensschaden. Außerdem muss der vermeintliche Täter mit Bereicherungsabsicht handeln. Die beabsichtigte Bereicherung muss außerdem rechtswidrig sein. Alle diese Merkmale müssen erfüllt sein. Liegt nur eines nicht vor, liegt auch kein strafbarer Betrug im Sinne des Strafgesetzbuches vor.

 Voraussetzung für Betrug: Der Irrtum als Folge einer Täuschung

Der vermeintliche Täter muss durch die Täuschungshandlung bei dem vermeintlichen Opfer (Adressaten der Täuschungshandlung) einen Irrtum hervorrufen. Der Irrtum verbindet  im praktischen Geschehensablauf bei einem Betrug  die Täuschungshandlung kausal mit der Vermögensverfügung. der irrenden Person.

Irrtum als Fehlvorstellung von der Wirklichkeit

Es tritt bei dem Getäuschten eine intellektuelle  Fehlvorstellung ein, die mit der Wirklichkeit nicht mehr im Einklang steht und von ihm nicht erkannt wird.

Irrtum – ist irren wirklich menschlich?

Natürlich ist irren menschlich und im Normalfall auch nicht strafbar. Das aber sieht dann anders aus, wenn der menschliche Irrtum von außen durch aktives Tun (Abgabe unwahrer Tatsachenbehauptungen) oder durch Unterlassen trotz Garantenstellung (§ 13 Abs1 StGB) herbeigeführt wird.

Tatsachen als Irrtum in der Wirtschaft – Unternehmensverkauf

Gegenstand einer Täuschung können nur Tatsachen sein. Wenn also der Täuschende über die Umsätze und Gewinne eines zu verkaufenden Unternehmens falsche Angaben tätigt und sich der Käufer zum Kauf des Unternehmens entschließt, weil er deshalb von einer baldigen Marktführerschaft ausgeht, so ist der Täter für diese (falsche) Schlussfolgerung des Täters verantwortlich.

Informationen zu den weiteren objektiven Tatbestandmerkmalen

Wir informieren auf den Unterseiten zu den anderen objektiven Tatbestandsmerkmalen  TäuschungVermögensverfügung und Vermögensschaden auf den weiteren Unterseiten.

Rechtsanwalt schon bei Kenntnis vom Ermittlungsverfahren beauftragen

Die juristischen Spielarten und Spitzfindigkeiten sind für juristische Laien nicht zu überblicken. Wir können Ihnen auch deshalb aus unserer praktischen Erfahrung nur empfehlen, Anwälte mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, sobald Sie von einem gegen Sie geführten Ermittlungsverfahren Kenntnis erhalten.

 

 

 

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