Verhaltensratschläge im Steuerstrafverfahren
Rechtsanwälte Dost-Roxin & Marson

Verhaltensratschläge im Steuerstrafverfahren

Die Steuerfahndung kommt

Die Steuerfahndung kommt früh, überraschend, gut vorbereitet und taucht an verschiedenen Orten zu gleicher Zeit auf: in den Geschäftsräumen, Wohnräumen, bei Freunden und Bekannten, beim Steuerberater, in Wochenendhäusern. Überall dort eben, wo Beweismittel aufgefunden werden könnten. Und die Steuerfahndung kommt in Scharen, zehn und mehr Steuerfahnder sind nicht selten.

Die Steuerfahndung erzeugt Stress und das nicht zufällig.

Es kann wie ein Überfall wirken, wenn die Steuerfahndung kommt. Und das ist kein Zufall. Bewusst soll Stress und Unsicherheit bei den Betroffenen erzeugt werden. Denn so kommt es schnell zu unbedachten Äußerungen, die bei klarem Verstand besser nicht gefallen wären.

Daher folgende Ratschläge Ihrer Rechtsanwälte für Steuerstrafrecht:
1. Ruhe bewahren und keine Aussagen zur Sache!

2. Verständigen Sie umgehend Ihren Steuerberater und einen Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht!

3. Bitten Sie die Steuerfahndung, bis zum Erscheinen Ihrer Rechtsanwälte mit dem Beginn der Durchsuchung zu warten!

4. Allen Beschuldigten steht das Recht zu, die Aussage zur Sache zu verweigern (Aussageverweigerungsrecht).

5. Angehörigen der Beschuldigten, auch Verlobten, steht das Recht zu, die Zeugenaussage zu verweigern (Zeugnisverweigerungsrecht).

6. Widersprechen Sie der Beschlagnahme auf dem Beschlagnahmeprotokoll.

 

Berücksichtigen Sie, dass Sie telefonieren dürfen. Der Telefonkontakt zum Rechtsanwalt darf nicht unterbunden werden. Sind Sie Inhaber der zu durchsuchenden Räumlichkeiten, ist Ihnen und Ihrem Strafverteidiger auch die Anwesenheit bei der Durchsuchung zu gestatten.